Thyssengas-Kamera an der R44

Mit dem Hubschrauber über der Pipeline

Um die Gasversorgung zuverlässig bis in die entlegensten Regionen zu sichern, werden die mehr als 3000 Kilometer Pipeline von Thyssengas regelmäßig aus der Luft überwacht. Seit vielen Jahren übernimmt HELI-FLIGHT JLR diese Aufgabe mit Kontrollflügen im Zwei-Wochen-Takt – gesetzlich vorgeschrieben und für die Versorgungssicherheit unerlässlich.

Von der Zentrale in Reichelsheim startet dazu eine R44, an Bord wechseln sich zwei Pilotinnen und Piloten bei der visuellen Inspektion der Erdoberfläche über der Trasse ab. In 60 bis 150 Metern Höhe dokumentieren sie Auffälligkeiten mit spezieller Software, die Daten werden abends digital an die Zentrale von Thyssengas nach Dortmund übermittelt.

Tauchen unbekannte oder riskante Baustellen im Sicherheitsstreifen entlang der Leitung auf, wird der Flug sofort unterbrochen und die Situation vor Ort geprüft – das weitere Vorgehen stimmt die Besatzung direkt mit der Leitstelle von Thyssengas ab. So lassen sich mögliche Gefährdungen frühzeitig erkennen und beheben, bevor sie die Versorgung beeinflussen.

Aktuell erprobt Thyssengas auf einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt den nächsten Schritt: die Auswertung der Luftaufnahmen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine an der R44 montierte Kamera liefert dafür kontinuierlich Bilder der Trasse, die KI wird gemeinsam von Fachleuten von Thyssengas mit dem Dortmunder IT-Unternehmen Materna trainiert, um Auffälligkeiten automatisiert zu erkennen und zu bewerten.

So wächst zusammen, was Zukunft hat: jahrzehntelange Flugerfahrung, moderne Software und KI-basierte Analysen – für noch mehr Sicherheit im deutschen Gasnetz.

Fotos: Kamerahalterung an der R44 © HELI-FLIGHT